Donnerstag, 3. Oktober 2013

Autismus-Blogtipps 2

Hey ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen Feiertag! Ihr ahnt es vielleicht schon, es kommen wieder Blogtipps auf euch zu, und diesmal nicht zu knapp!
Als erstes kommt ein kurzer aber schöner Blogeintrag von der wunderbaren Wendelherz über das Thema Autismusdiagnose, der treffender nicht sein kann. Für Nicht-Autisten (gerade bei öffentlichen Stellen) gilt man erst dann als Autist, wenn man die Clubkarte, sprich die Diagnose vorweisen kann. Mit ihr kann sich vieles ändern, aber eines sicher nicht: der Autismus an sich. Egal ob mit oder ohne, man „bekommt“ Autismus nicht, wenn einem der Arzt die Diagnose eröffnet. Die Schwierigkeiten verschwinden auch nicht, wenn man sie nicht hat. Leider wird aber genau das immer wieder vermittelt, eine Problematik, die fast alle unsichtbaren Behinderungen teilen. Wendelherz hat in "Erst mit der Diagnose?" die Gefühle, die einem durch den Kopf fliegen, festgehalten.

Das Thema Autismusdiagnostik ist ein schwieriges, nicht nur, dass sich viel zu wenig Experten auf dem Gebiet tummeln und man inzwischen bis zu einem Jahr oder länger auf einen Termin für eine Diagnose warten muss, auch die Diagnostik an sich ist keine leichte. Unterschiede zwischen Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen müssen beachtet werden, dazu die feinen Nuancen zwischen männlichen und weiblichen Autisten und vieles mehr. Längst nicht jeder Arzt nimmt sich hierfür die Zeit oder ist auf dem aktuellen Stand der Froschung. Hawk hat dazu mit Jörn de Haen, Psychologe und Therapeut für Autisten, ausführlich gesprochen, ein absolut hörenswerter Podcast! Ja, ihr habt richtig gelesen, denn hier gibt es was auf die Ohren (bringt etwas Zeit mit, aber glaubt mir, es lohnt sich!).
Und hier geht's zum Podcast.

Und da letzten Samstag das erste Autismus Symposium in Dinslaken stattfand, gibt es gleich noch einen Podcast hinterher: Hawk sprach auch mit Mela Eckenfels, die das Symposium besuchte. Vor allem der aktuelle Forschungsstand im Autismusbereich ist hier sehr interessant! Oder wusstet ihr schon, dass Autismus eine Erblichkeit von 90% hat? (Im Vergleich: Schizophrenie hat eine Erblichkeit von 80% und Depression eine Erblichkeit von 60%).
Genetik ist also entscheidend, allerdings sind keine einzelnen Gene verantwortlich, sondern die Gesamtheit von 400 – 1000. Neugierig? Dann hört hier rein!

Und wer jetzt noch etwas dazu lesen mag: Auticare, die das Symposium organisierten, haben einen ausführlichen Beitrag über die Veranstaltung verfasst.

Viel Spaß euch allen beim Lesen und Hören!

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